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Wenn B2B die Welt rettet. Ein Rückblick auf die marconomy #B2Bdays2018

Wer hätte das gedacht? Das Gute ist, wenn man sich rausbewegt, kommt man zu neuen Erkenntnissen. Denn auch wenn wir vernetzt und vernetzter leben und arbeiten und all dieser verdammt neue und spannende Kram durch das Weltennetz in unsere Synapsen drängt: Es kommt nicht so an über die Bildschirme und trifft nicht so, wie wenn man es selbst sieht, hört, empfindet. Live und in Farbe.

B2B Marketing Days in Würzburg. Von der Fetten Beute sind wir in diesem Jahr zu fünft dabei. Account, Sales, Konzeption, Strategie. Jörg Hesse spricht. Unser CEO, ich nenne ihn mal so. Er stellt ein Projekt vor, einen Case, der abbildet, was wir machen. Change. Veränderung. Zum Guten hin. An den Stellschrauben drehen, den Sinn herausarbeiten, die Kultur beflügeln, die Marke pushen, die Menschen bewegen.

Im Endeffekt: Dieses wundervolle Gefühl, wenn nach all der Arbeit in einer Präsentation plötzlich die Augen leuchten. Wenn dort im Auditorium die Lichter angehen und du siehst, dass es sich lohnt, tiefer zu graben und mehr zu tun, als allem nur einen Zuckerguss in Leuchtstreifen überzuziehen. Den guten Kern heben, den Diamanten. Jörg hat einen Einblick gegeben, wie wir vorgehen. So viele Handys, die Charts in sich gezogen haben. Das Wissen haben wollten. Nun. Lässt sich nicht kopieren. Den Weg muss man selbst gehen. Bei der Fetten Beute laufe ich ihn seit sechs Jahren – das ist der Jakobsweg in Richtung Santiago de Compostela. Die Erscheinungen und Lehren unterwegs machen den Unterschied. Differenzierung, heißt das.

Und was bitte schön hat das mit Weltrettung zu tun?

Mark Stevenson. Keynote-Speaker des zweiten Tages der B2B Marketing Days. Wow. Im Allgemeinen arbeiten wir gerade intensiv daran, das Markenfundament von Unternehmen in einer starken, authentischen, gelebten Kultur zu verankern. Es kommen immer mehr Coachings, wir betreiben Leadership Branding, indem wir mit den Menschen arbeiten und schauen, was möglich ist. Begeisterung, Zauber, Werkzeug, Ausstrahlung, Sicherheit, Verbundenheit und natürlich: Eigene Persönlichkeit.

Mark Stevenson geht über all das hinaus. Er spricht über global trends and innovations. Und er sagt: Verändert auch! Werdet Unternehmen, die sich einbringen, die an etwas Größerem als Profit mitarbeiten, sonst verschwindet ihr. 10 Jahre! Gibt er uns noch. Werdet Retter, sagt er. Denkt neu. Positioniert euch. Nehmt eine Haltung ein. Gebt den Menschen und der Welt das, was wirklich gebraucht wird.

Als Übung auf dem Weg dorthin schlägt er vor, immer wieder Dinge zu tun, die man noch nie gemacht hat. Um frei zu werden. Um sich zu öffnen. Um dem Gehirn zu zeigen: Es geht auch anders. Sitzt man dort und hört die Keynote, denkt man: Yep! Warum eigentlich nicht? Warum sollten wir nicht einfach alle tun, was getan werden muss? Die Welt verändern. Auch im B2B. Sollte man mal drüber nachdenken.

Bis dahin sollte man als B2B-Unternehmen seine Aufgaben im Bereich Digitalisierung auch in Marketing und Kommunikation vorantreiben. Einfach nur die Website SEO optimieren reicht nicht mehr. Der Kampf und die Google-Pole-Position und heiße Leads ist längst in die nächste Runde gegangen.

In Würzburg habe ich noch mal deutlich tiefer in die Technikräume hinter dem System geblickt. Marketing-Automation. Ein ziemlicher Service den Kunden gegenüber. Ausspielen, was wirklich interessiert. Den Hummer für die Gourmets, Fritten rot-weiß für den kulinarisch befreiten Heißhunger. Der richtige Inhalt zur richtigen Zeit. Ich lass jetzt mal all die 1.000-fach gefallenen Fachbegriffe, in denen immer was mit Customer vorkommt, weg.

Und dann noch die schönen Emotionen

Und dann war da noch das Highlight, das neben aller Technik so wunderbar zu meinen Steckenpferden passt: Die Emotionalisierung. Da ging es um Installateure, die irgendwo unter ihrer harten Schale auch ein Herz und eine Seele haben. Wussten wir, klar. Was wir nicht wussten, wie das aussieht.

Was Herz und Seele sagen, kann man messen und erforschen. Außergewöhnlich spannend. Denn wenn man weiß, was wirklich bewegt, kann man so richtig abgefahrene Sachen machen. Arbeiten mit Insights, die dann auch echte Insights sind. Softe Hardfacts, könnte man sagen.

Wie schon das ADC-Seminar BRANDED KONZEPTION haben mich auch die B2B Marketing Days höher fliegen lassen. Es gibt einiges zu tun – auf dem Weg zur Weltrettung und der soften Weltherrschaft durch sexy Marken mit fein gelebter Unternehmenskultur. Dann mal los…