Kategorien: Corporate Brand, Brand Strategy

Rebranding: Bedeutung und Ablauf eines Markenrelaunches

Rotated
Rebranding: Bedeutung und Ablauf eines Markenrelaunches

Alles bleibt anders – genau darum geht’s beim Rebranding. Wenn Märkte sich drehen, Zielgruppen wegbrechen oder das eigene Markenbild nicht mehr zu dem passt, was das Unternehmen heute ist, dann wird’s Zeit, strategisch neu zu denken.

Gerade im Mittelstand hängt viel an alten Geschichten – und noch mehr an neuen Erwartungen. Der Generationenwechsel klopft an. Der Wettbewerb schläft nicht. Und die Marke? Muss liefern. Klar, relevant, zukunftsfähig.

Was Rebranding wirklich bedeutet, warum es so entscheidend ist – und wie man es richtig angeht: Darum geht’s in diesem Beitrag. Strukturiert, verständlich und mit Blick für das, was Familienunternehmen durch konsequente Markenentwicklung stark macht und ihnen Vorsprung gibt. Heute und morgen.

Inhaltsverzeichnis:

 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Mehr als ein Logo: Rebranding bedeutet nicht nur ein neues Design, sondern eine strategische Neuausrichtung der gesamten Marke.

  • Typische Auslöser: Marktveränderungen, neue Zielgruppen oder Generationenwechsel machen eine Überarbeitung notwendig.

  • Unterschiedliche Eingriffstiefen: Nicht jede Veränderung ist gleich ein vollständiges Rebranding. Je nach Ausgangslage kann ein Brand Refresh, ein Redesign oder eine umfassende strategische Neuausrichtung sinnvoll sein.

  • Strukturierter Prozess: Zielklärung, Analyse, Strategie, Kreation, Implementierung und Rollout bilden die zentralen Schritte für ein erfolgreiches Rebranding.

  • Erfolgsfaktoren beachten: Klare Kommunikation, Konsistenz und interne Beteiligung entscheiden über Wirkung und Akzeptanz.

  • Ziel und Wirkung: Richtig umgesetzt kann ein Rebranding die Relevanz und das Vertrauen in eine Marke stärken und neue Wachstumsmöglichkeiten eröffnen.

 

Definition: Was ist Rebranding?

Rebranding ist ein Neustart mit Ansage – immer dann, wenn die bestehende Marke nicht mehr greift. Wenn Werte, Wirkung oder Wahrnehmung nicht mehr zusammenpassen. Kurz: Wenn sich etwas Grundlegendes verändert hat – im Unternehmen oder drumherum.

Im Kern geht es darum, eine bestehende Marke gezielt weiterzuentwickeln. Je nach Ausgangslage können dabei die Markenpositionierung, die Brand Identity, die Tonalität, das Erscheinungsbild oder die Markenarchitektur verändert werden. Nicht jede dieser Ebenen muss zwangsläufig betroffen sein.

Der Begriff Markenrelaunch wird häufig synonym für Rebranding verwendet. Genau genommen beschreibt das Rebranding den gesamten Veränderungsprozess. Der Markenrelaunch ist der Zeitpunkt, an dem die überarbeitete Marke intern und extern eingeführt wird.

Abgrenzung zu anderen Begriffen

Rebranding ist kein Synonym für Redesign oder einen Logo-Refresh. Es geht nicht nur ums Aussehen, sondern um die Ausstrahlung. Um Inhalte, die tragen. Um Botschaften, die sitzen. Um eine Marke, die wieder passt.

Die Begriffe werden im Alltag trotzdem häufig vermischt. Ein Refresh modernisiert in erster Linie den vorhandenen Auftritt, ohne die strategische Identität der Marke grundlegend zu verändern. Ein Redesign konzentriert sich auf visuelle Elemente wie Logo, Farben, Typografie oder Bildsprache. Das Rebranding geht weiter: Es setzt an den strategischen Grundlagen oder an der Wahrnehmung der Marke an.

 

Gründe und Auslöser für einen Markenrelaunch

Es gibt immer einen Auslöser für ein Rebranding – manchmal plötzlich, manchmal schleichend. Und meistens mehr als einen.

Interne Gründe für ein Rebranding

Klassiker sind Strategiewechsel, Wachstum, Fusionen oder ein Generationenwechsel. Gerade in Familienunternehmen entstehen daraus neue Perspektiven. Die Werte bleiben – aber sie werden überprüft und weitergedacht. Nicht, weil sie veraltet wären, sondern weil sich das Umfeld verändert hat und die Marke reagieren muss, ohne ihr Fundament zu verlieren.

Dabei werden bestehende Markenwerte nicht automatisch verworfen. Entscheidend ist, ob sie noch zur strategischen Ausrichtung passen, im Unternehmen tatsächlich gelebt werden und für die Zukunft relevant bleiben.

Manchmal kommt der Impuls auch von innen: frischer Wind, neuer Spirit, Lust auf Aufbruch. Wenn Teams neu denken und der Pioniergeist aufflammt, wird Rebranding zur Chance. Ein Impuls, der beflügelt und Marken wieder leuchten lässt.

Externe Auslöser für einen Markenrelaunc

Externe Auslöser? Märkte verändern sich. Die Gesellschaft auch. Erwartungen steigen, Zielgruppen ticken anders, Mitbewerber positionieren sich neu. Was früher Differenzierung war, ist heute Standard – oder wird besser gemacht.

Manche Unternehmen reagieren erst, wenn’s brennt. Das ist dann reaktives Rebranding. Andere handeln proaktiv: Sie denken voraus, passen sich an, bevor der Druck wächst. Und genau da liegt der Unterschied: Strategie statt Schadensbegrenzung.

Gerade im Mittelstand ist der Spagat besonders groß: zwischen Geschichte und Gegenwart, vertrauten Werten und frischen Erwartungen. Wer die Marke hier nicht regelmäßig prüft und weiterentwickelt, läuft Gefahr, unsichtbar zu werden – auch mit den besten Produkten.

 

Typische Eingriffstiefen: Vom Brand Refresh bis zur strategischen Neuausrichtung

Rebranding ist kein One Size Fits All. Entscheidend ist genau das zu verändern, was die Marke an ihrer weiteren Entwicklung hindert. Mal genügt eine visuelle Modernisierung. In anderen Fällen müssen Strukturen geordnet oder die strategische Ausrichtung grundlegend überprüft werden.

 

1. Das gezielte Update: Brand Refresh oder Redesign

MManchmal reicht ein optisches Update: neues Logo, frische Farbpalette, modernere Typo. Das Erscheinungsbild wirkt zeitgemäßer – die Marke bekommt ihren Glanz zurück. Aber Vorsicht: Puderzucker, Glanz & Glamour helfen nur, wenn das Fundament stabil ist. Wer versucht, mit Design allein strategische Herausforderungen zu übertünchen, löst keine Probleme.

Ein solcher Refresh ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Marke strategisch weiterhin richtig aufgestellt ist, ihr visueller Auftritt aber nicht mehr zeitgemäß, konsistent oder für digitale Anwendungen geeignet ist.

 

2. Ordnung schaffen: Strukturelles Rebranding

Wenn Unternehmen wachsen, sich neu aufstellen oder Marken bündeln, braucht es klare Strukturen. Neue Namen, Markenrollen, Hierarchien. Typisch beiFusionen,Zukäufen oderInternationalisierung. Dabei geht es beispielsweise um die Frage, wie Unternehmensmarken, Produktmarken und Submarken nach dem Rebranding künftig zusammenspielen.

 

3. Der große Wurf: Strategisches Rebranding

Hier wird’s ernst. Neue Zielgruppen, veränderte Marktposition, geschärfte Botschaften – strategisch durchdekliniert. Jetzt kommt alles auf den Prüfstand. Geändert wird, was nicht mehr trägt oder nicht mehr zeitgemäß verankert ist. Gerade im Mittelstand heißt das: Werte nicht ersetzen, sondern weiterentwickeln. Aus Tradition wird Zukunft – mit Haltung.

Ein strategisches Rebranding ist vor allem dann notwendig, wenn sich die Unternehmensstrategie, das Leistungsangebot, die Zielgruppen oder die Rolle der Brand im Markt grundlegend verändert haben.  

Wann lohnt sich ein kompletter Markenrelaunch?

Ein kompletter Markenrelaunch lohnt sich, wenn ein neues Logo oder ein modernerer Auftritt allein nicht ausreichen würde. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sich das Unternehmen grundlegend verändert hat, die bestehende Marke diesen Wandel aber nicht mehr glaubwürdig vermittelt.

Ein deutliches Signal ist, dass mehrere zentrale Bereiche gleichzeitig betroffen sind: Die Positionierung greift nicht mehr, relevante Zielgruppen fühlen sich nicht angesprochen, der Auftritt wirkt überholt und die Wahrnehmung von außen passt nicht mehr zu dem, was das Unternehmen heute leistet oder künftig erreichen will. 

Typische Situationen für einen vollständigen Markenrelaunch sind:

  • Die Unternehmensstrategie oder das Geschäftsmodell hat sich grundlegend verändert.

  • Neue Zielgruppen, Märkte oder Geschäftsfelder sollen erschlossen werden, die bisherige Marke schafft dafür aber keinen glaubwürdigen Zugang.

  • Das Unternehmen hat sich durch Wachstum, Fusionen, Zukäufe oder einen Generationenwechsel stark verändert.

  • Die Brand wird am Markt anders wahrgenommen, als das Unternehmen positioniert sein möchte.

  • Der bestehende Name, das Erscheinungsbild oder die Markenbotschaften begrenzen die weitere Entwicklung.

  • Über Jahre hinweg sind unterschiedliche Auftritte, Botschaften und Markenelemente entstanden, die kein konsistentes Gesamtbild mehr ergeben.

  • Die Marke hat an Relevanz, Differenzierung oder Vertrauen verloren und lässt sich nicht durch einzelne Korrekturen wieder schärfen.

Entscheidend ist also nicht ein einzelnes Symptom. Ein kompletter Brand-Relaunch wird dann sinnvoll, wenn die bisherige Marke die strategische Entwicklung des Unternehmens nicht mehr unterstützt – oder ihr sogar im Weg steht. Dann müssen Positionierung, Botschaften, Erscheinungsbild und Markenerlebnis gemeinsam betrachtet und aufeinander abgestimmt werden.

Wann ein Brand-Relaunch nicht die richtige Lösung ist

Ein Markenrelaunch kann die Wahrnehmung eines Unternehmens verändern. Grundlegende Probleme bei Produkten, Service, Führung oder Kundenerfahrung kann er jedoch nicht beheben. Passen Leistung und Markenversprechen nicht zusammen, sollte zunächst die tatsächliche Leistung verbessert werden.

Sonst entsteht eine neue Oberfläche, hinter der die alten Probleme bestehen bleiben. Im schlechtesten Fall macht der neue Auftritt die Lücke zwischen Versprechen und Wirklichkeit sogar noch sichtbarer.

 

Wie Marken sich neu erfinden: Bestandteile eines Rebranding‑Prozesses

Ein gutes Rebranding entsteht nicht über Nacht – und erst recht nicht im Alleingang. Wer seine Marke neu aufstellen will, braucht Struktur, Klarheit und ein Team, das mitzieht.

Denn was nützt der schönste Markenplan, wenn ihn niemand mitträgt?

Ohne die Menschen, die die Marke leben – intern wie extern – bleibt jede Veränderung leere Hülle. Hier kommt der Prozess, der aus Bauchgefühl eine Markenentscheidung macht:

  1. Analyse und Scope – was soll sich verändern
    Bevor die eigentliche Analyse beginnt, braucht es ein gemeinsames Verständnis des Problems. Geht es um einen veralteten Auftritt, eine neue Marktposition, eine veränderte Unternehmensstrategie oder um die Ordnung eines gewachsenen Markenportfolios? Ebenso wichtig ist die Frage, was bewusst erhalten bleiben soll. Zu Beginn sollten daher Ziel, Umfang, betroffene Marken und Märkte, zentrale Beteiligte sowie die Entscheidungswege des Projekts geklärt werden.

  2. Analyse – der Blick in den Spiegel
    Markt, Zielgruppen, Wettbewerbsumfeld, interne Kultur. 
    Aber vor allem: Wo steckt Energie? Was inspiriert? Wo leuchten die Augen? 
    Rebranding beginnt nicht nur mit KPIs, – sondern mit Gefühl. 
    Aber: Emotion ersetzt keine Substanz. Daten, Fakten, Feedback gehören genauso dazu. Auch die Frage, welche bestehenden Markenelemente bereits Bekanntheit, Wiedererkennung und Vertrauen erzeugen, gehört zur Analyse vorm Rebranding. Nicht alles, was alt ist, muss verschwinden. Und nicht alles, was neu wirkt, stärkt automatisch die Marke.
  3. Strategie – das neue Markenversprechen
    Markenwerte, Positionierung, Botschaften, Tonalität – basierend auf dem, was trägt. 
    Eine gute Markenstrategie zeigt Haltung. Wer sind wir? Wofür stehen wir? 
    Hier entsteht der Markenkern – sichtbar und spürbar – als verbindende Grundlage für Verhalten, Kommunikation und Gestaltung. Im Rebranding-Prozess entscheidet sich vor allem, welche Elemente weiterhin tragen und an welchen Stellen eine Veränderung notwendig ist.

  4. Kreation – das neue Gesicht der Marke
    Logo, Farben, Typo, Bildsprache, Claim – jetzt wird sichtbar, was innen klar ist. Aber das: Design folgt der Strategie. Je nach Umfang des Rebrandings können auch Namenssysteme, Gestaltungsprinzipien, Sprache, digitale Anwendungen oder die Systematik verschiedener Submarken betroffen sein. Entscheidend bleibt: Die kreative Umsetzung muss aus der strategischen Entscheidung hervorgehen – nicht umgekehrt.

  5. Rollout und Migration – vom Entwurf zur echten Begegnung
    Vor dem Brand-Relaunch müssen alle relevanten Berührungspunkte erfasst und priorisiert werden: von Website, Social Media und Vertriebsunterlagen über Verpackungen, Beschilderung und Fahrzeugflotten bis hin zu Stellenanzeigen, Präsentationen und E-Mail-Signaturen. Nicht jeder Kontaktpunkt muss am selben Tag umgestellt werden. Ein klarer Migrationsplan legt fest, was sofort geändert wird, wo Übergangsfristen sinnvoll sind und wie lange alte und neue Markenelemente kontrolliert nebeneinander bestehen dürfen.

  6. Interne und externe Einführung 
    Eine konsistente Gestaltung sorgt für Wiedererkennung – aber erst die Kommunikation erklärt, was sich verändert und warum. Mitarbeitende, Kunden, Partner und weitere Anspruchsgruppen benötigen dabei nicht zwangsläufig dieselben Informationen. Intern geht es vor allem um Orientierung und Beteiligung: Was bedeutet die neue Marke für den eigenen Arbeitsbereich? Was bleibt? Was ändert sich? Extern sollte die Kommunikation verständlich machen, welchen konkreten Mehrwert die Veränderung bringt – ohne den Markenrelaunch mit zu vielen Erklärungen zu überfrachten. Schritt für Schritt statt Hauruck. Konsistent und konsequent.

Nach dem Rollout ist der Rebranding-Prozess nicht abgeschlossen. Denn erst die Erfolgsmessung zeigt, ob die neue Ausrichtung tatsächlich wirkt. Dafür sollten bereits zu Beginn klare Ziele und passende Ausgangswerte definiert werden. Je nach Zielsetzung können Markenbekanntheit, Relevanz, Vertrauen, interne Akzeptanz oder geschäftliche Kennzahlen wie qualifizierte Anfragen, Bewerbungen und die Kundenbindung betrachtet werden. So wird sichtbar, was das Rebranding verändert hat – und an welchen Stellen nachjustiert werden muss.

 

Erfolgsfaktoren und Risiken beim Markenrelaunch

Ein Rebranding braucht Struktur, Klarheit und Überblick. Wer nicht weiß, was wann wie passiert, läuft Gefahr, sich im eigenen Prozess zu verheddern. Und wer Veränderungen nicht steuert, wird von ihnen gesteuert. Damit ein Markenrelaunch wirklich Wirkung entfaltet, braucht es ein starkes Setup: einen klaren Plan, eine verlässliche Koordination und den Mut, unterwegs zu justieren.

Basis für den Rebranding-Erfolg:

  • Strategische Klarheit – eine tragfähige Markenstrategie gibt Antworten: Wohin wollen wir? Welche Werte, welches Ziel, welche Rolle im Markt?

  • Interne Kommunikation – Markenarbeit beginnt innen. Wer früh einbindet, sichert Akzeptanz.

  • Markenorientierte Führung – erfolgreiche Markenführung beginnt oben. Marke ist Chefsache. Aber kein Solo: Sie muss gelebt und vorgelebt werden.

  • Klare Entscheidungswege – Beteiligung ist wichtig, bedeutet aber nicht, jede Markenentscheidung zur Mehrheitsentscheidung zu machen. Fundierter Stakeholder-Input braucht klare Rollen und verbindliche Verantwortlichkeiten.

 

Wo es oft hakt:

  • Zu wenig Partizipation – Entscheidungen im Elfenbeinturm, Kommunikation per Mail.

  • Inkonsistenz – Neues Design, aber alte Sprache in Social Media, Signaturen & Co.

  • Verkrampfte Kommunikation – Wenn alles erklärt werden muss, fehlt Klarheit im Kern.

  • Fokus auf Optik statt Identität – Oberfläche glänzt, Markenkern bleibt blass.

  • Verlust von Wiedererkennung – bewährte Markenelemente werden verworfen, obwohl sie Bekanntheit und Vertrauen tragen.
  • Unklare Eingriffstiefe – das Projekt startet als Redesign und entwickelt sich ohne klare Entscheidung zum vollständigen Rebranding.
  • Unterschätzte Umsetzung – die neue Marke ist entwickelt, aber Zeit, Ressourcen und Zuständigkeiten für die Umstellung fehlen.

 

Was hilft, um Risiken zu minimieren?

  • Frühzeitige Einbindung aller Schlüsselpersonen – intern wie extern

  • Klare Rollen – wer wird beteiligt, wer wird konsultiert und wer entscheidet final
  • Testphasen, Feedback‑Schleifen – vor dem großen Rollout

  • Markenarbeit als Prozess denken – nicht als Einmal‑Aktion

  • Ein klarer Kern – der alles trägt: Design, Tonalität, Verhalten, Haltung

  • Mut zur Vereinfachung – lieber eine starke Botschaft als fünf schwächere

  • Prägende Markenelemente bewusst bewerten – und nicht verändern, nur weil Veränderung möglich ist
  • Umfang, Ressourcen und Migrationsaufwand frühzeitig realistisch planen

 

Rebranding: Beispiele aus der Praxis

Rebranding ist mehr als Strategie auf dem Papier – es wird lebendig, wenn Marken spürbar neu wirken. In Haltung, Kommunikation, Alltag. Was sich dabei verändert? Manchmal alles. Und manchmal nur das, was lange unter der Oberfläche schlummerte. Zwei Beispiele aus dem Mittelstand zeigen, wie Rebranding innen wie außen neue Energie freisetzt.

 

Rebranding bei Kemper: Fortschritt mit Haltung

Wie bringt man eine Traditionsmarke zum Leuchten? Beim Rebranding des Mittelständlers Gebr. Kemper ging es nicht um Kosmetik, sondern um den Kern: Was macht das Unternehmen aus – und wie wird daraus ein zukunftsfähiges Markenversprechen?

Die Analyse zeigte: Qualität allein reicht nicht mehr. Im Dialog mit Mitarbeitenden und Kund*innen wurde deutlich: Die Stärke liegt im Fortschritt machen.
Ein 
Claim wurde Kompass – und Ausdruck einer Haltung, die sich im neuen Markenauftritt, im Führungstraining und in einer internationalen Kampagne zeigt.

Das Ergebnis: mehr Sichtbarkeit, mehr Identifikation. Motivierte, inspirierte Mitarbeitende, die Fortschritt leben – und Kunden wie Talente, die das spüren. Kemper hat sich neu erfunden, ohne sich selbst zu verlieren.

Rebranding
Rebranding Brandbook
Rebranding Brandbook
Rebranding Billboard
Rebranding Brandbook
Rebranding Print

Rebranding bei ADA: Möbel mit Gefühl

ADA steht für Handwerk, Qualität und Heimatgefühl. Genau das sollte im Rebranding neu interpretiert werden: moderner, emotionaler, digitaler.

Gemeinsam mit dem Team wurde die Marke neu aufgeladen – mit Fokus auf das, was zählt: Menschen, Leben, Zuhause.

Ein neues Corporate Design, eine starke Kampagne, eine klare digitale Präsenz – vom Markenkern bis zum Social Post ist alles stimmig.

ADA zeigt, wie sich Tradition und Zeitgeist verbinden – und wie eine Marke mehr wird als nur Produkt: ein Stück Lebensqualität. Das Echo? Begeistert – vom Handel, der Kundschaft, von innen. Die neue Marke wird gelebt und geliebt.

csm_des-wahnsinns-fette-beute-frau-pinke-haare-zimmer-mit-gruenen-pflanzen_2f1403c2cb_0001_csm_des-wahnsinns-fette-beute-1
csm_des-wahnsinns-fette-beute-frau-pinke-haare-zimmer-mit-gruenen-pflanzen_2f1403c2cb_0004_csm_des-wahnsinns.fette.beute
csm_des-wahnsinns-fette-beute-frau-pinke-haare-zimmer-mit-gruenen-pflanzen_2f1403c2cb_0003_csm_des-wahnsinns-fette-beute-1
csm_des-wahnsinns-fette-beute-frau-pinke-haare-zimmer-mit-gruenen-pflanzen_2f1403c2cb
csm_des-wahnsinns-fette-beute-frau-pinke-haare-zimmer-mit-gruenen-pflanzen_2f1403c2cb_0003_csm_des-wahnsinns-fette-beute
csm_des-wahnsinns-fette-beute-frau-pinke-haare-zimmer-mit-gruenen-pflanzen_2f1403c2cb_0001_csm_des-wahnsinns-fette-beute
csm_des-wahnsinns-fette-beute-frau-pinke-haare-zimmer-mit-gruenen-pflanzen_2f1403c2cb_0002_csm_des-wahnsinns-fette-beute

 

Die Marken-Relaunch-Beispiele zeigen: Rebranding wirkt, wenn es echt ist, gut geführt wird und Haltung zeigt. Dann wird aus Veränderung echter Vorsprung.

 

Rebranding im Mittelstand: Balance zwischen Tradition und Innovation

Rebranding im Mittelstand ist kein klassischer Markenumbau, sondern eine Gratwanderung. Zwischen dem, was war, und dem, was werden soll. Zwischen Wurzeln und Wandel.

Während Konzerne große Agentur-Teams beauftragen, läuft das Rebranding im Mittelstand oft persönlicher, emotionaler, pragmatischer. Hier hängen Marken an Menschen – und an Vertrauen.

Veränderung trifft Verantwortung: gegenüber der Geschichte, den Mitarbeitenden, der Region. Der Markenwert ist wirtschaftlich und ideell. Genau deshalb ist ein Rebranding anspruchsvoll.

Denn auch starke Marken altern. Und auch Traditionsunternehmen müssen sich neu ausrichten, wenn sich Umfeld oder Zielgruppen verändern. Der Schlüsse ist Weiterentwicklung.

Was bleibt: die innere Haltung.
Was sich verändert: Positionierung, Ausdruck, Ausrichtung.

Was hilft?

  • Werte regelmäßig auf Relevanz prüfen – statt nostalgisch verklären.

  • Veränderung schrittweise denken – statt alles auf einmal.

  • Beteiligung ernst nehmen – von Inhabern bis Mitarbeitenden.

  • Frühzeitig verankern – intern wie extern.

  • Authentisch bleiben – Mittelstand braucht keine Konzernrhetorik.

So wird aus Markenpflege echte Markenentwicklung – mit Haltung, Herz und Weitblick.

 

Fazit: Rebranding als strategische Chance für nachhaltiges Wachstum

Ein Rebranding ist dann erfolgreich, wenn es die Marke wieder klar mit der Zukunft des Unternehmens verbindet. Entscheidend ist dabei, genau so tief einzugreifen, wie es die strategische Situation erfordert – vom gezielten Refresh bis zum vollständigen Markenrelaunch. Wer frühzeitig prüft, was noch trägt und was sich verändern muss, schafft Orientierung, stärkt die Identifikation und erhöht die Relevanz im Markt.

Du möchtest wissen, welcher Schritt für Deine Marke der richtige ist? Dann lass uns gemeinsam darauf schauen.

 

Unverbindliche Beratung vereinbaren

 

Gender-Disclaimer:

Vielfalt first: Jede Person ist einzigartig. Wir schreiben kurz, klar und bunt – weil’s ums Wesentliche geht. Die maskuline Form dient der Lesbarkeit und ist keine Bewertung. Es lebe der Unterschied!

 

 

Jens Schönlau

Möchtest du mehr über unsere:n Redakteur:in bei der FETTEN BEUTE erfahren? Dann klick auf das Autorenprofil.

Profilbild von Jens Schönlau