Kategorien: Agenturleben, Corporate Culture #MAMIPOWER – Energie, von der Agenturen profitieren können

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#MAMIPOWER – Energie, von der Agenturen profitieren können

 

Gerade für uns Mütter ist unsere Branche besonders hart. Flexibilität, Bereitschaft, Überstunden zu leisten, immer für Kunden und Kollegen erreichbar sein und das alles am besten noch bei bester Laune und mit einem lockeren Spruch auf den Lippen? Klar, gar kein Problem, wären da nicht noch die Kita, Schule, der Kindergeburtstag, der Haushalt und was eine Mami sonst noch alles nebenbei stemmen muss. Viele Mütter zerbrechen sich schon während der Schwangerschaft den Kopf, wie sie später alles unter einen Hut bekommen können. Vor allem, wenn man kein Oma-Opa-Netzwerk um die Ecke hat, das die Enkel ab und an nehmen kann.

Dabei sind unsere Mamis oft die besten Mitarbeiter. Sie sind stresserprobt, multitaskingfähig und besitzen oft eine hohe Durchsetzungsstärke. Sie stehen mit beiden Beinen im Leben und besitzen eine gesunde Lebenserfahrung, die oft die notwendige Gelassenheit mit sich bringt. Mütter sind organisiert und gewohnt, alles unter einen Hut zu bekommen. So halten sie auch im Arbeitsleben oft alle Bälle in der Luft und schaffen in ihrer Arbeitszeit mehr als manch anderer Kollege.

Was braucht es, um eine optimale Basis für beide Seiten zu schaffen? 

Bei DES WAHNSINNS FETTE BEUTE (DWFB) sind wir der Überzeugung, dass unsere Mitarbeiterinnen ungeahnte Kräfte zum Vorschein bringen, wenn sie sich wohlfühlen. 

Bestes Beispiel ist unsere Senior Art Directorin bei DWFB Düsseldorf, Andrea Stroux: „Als ich vor 20 Jahren in der Werbung anfing, waren Mütter kaum sichtbar in Agenturen. Da gab es nur Väter, die natürlich trotzdem voll durchgezogen haben. Ich habe mich auch immer gefragt, wie das überhaupt gehen soll, in einem Arbeitsklima, das sich darüber definiert hat, wer am längsten abends oder bis in die Nacht in der Agentur sitzt. Zeit und Verständnis für Privatleben gab es da wenig. Das Mamasein und die Werbewelt waren einfach lange nicht kompatibel.

Je älter ich wurde, desto mehr habe ich mich nach Jobs in Agenturen umgesehen, die ein anderes Wertebild haben (alles inhabergeführte Unternehmen, keine großen Networks mehr). Und siehe da, langsam traten auch in meinem Jobumfeld immer mehr Mütter in Erscheinung.

Ich glaube, dass gerade die jungen Leute in den letzten Jahren das Work-Life-Balance-Bild in Agenturen sehr geprägt haben, da sie einfach nicht bereit waren, alles dem Job unterzuordnen, unbezahlte Überstunden bis zum Umfallen zu machen, um in diesem Hamsterrad irgendwie mithalten zu können. Das hat mich sehr bestärkt, mich ebenfalls dafür einzusetzen, dass ich nicht über die Anzahl meiner Arbeitsstunden, sondern über meine Effizienz definiert werde. Ich habe oft überlegt, ob Familie in meinem Job überhaupt möglich ist. Ja, ist es. Die Kombi aus Anwesenheit in der Agentur und Homeoffice nimmt total den Stress und den Druck raus. Durch Corona ist es ja mittlerweile normal. Aber vor einigen Jahren wäre eine solche Flexibilität undenkbar gewesen. Ich habe nicht das Gefühl, weniger wert zu sein und mein Einsatz und meine Arbeit werden extrem wertgeschätzt. Ich bin dadurch total sicher und selbstbewusst geworden und gebe gerne alles, was ich kann, um diese Wertschätzung zurückzugeben. Ich habe meinen Job immer geliebt und es ist toll, dass ich die Gelegenheit bekomme, hier weiter für tolle Ideen kämpfen zu können.“ 

Nach einem hohen Workload oder einer heißen Pitch-Phase versuchen wir immer, einen Ausgleich zu schaffen.

Das Wichtigste ist, dass wir stets im Dialog bleiben und auf einer ganz persönlichen Ebene Lösungen besprechen. Hier braucht es eine vertrauensvolle Ebene und eine gute Organisation. Und ein hohes Maß an Verständnis. 

Agenturen mit familienfreundlicher Arbeitsgestaltung gehört die Zukunft

Familienfreundlichkeit ist bei DWFB keine Phrase, sondern wird gelebt. Bei einigen Agenturen fallen Mütter nach wie vor durchs Auswahlraster. Für uns zählt in erster Linie, dass man ein ähnliches Werteverständnis hat. Und das ist gerade bei jungen Eltern oder Müttern oftmals besonders ausgeprägt, weil sich durch die Kinder die Prioritäten im Leben verschieben. Gleiche Wertvorstellungen bilden damit die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Und nur so können auch flexible Arbeitszeitmodelle funktionieren – denn hier braucht es ein gemeinsames Verständnis und eine vertrauensvolle Ebene.

Helen Hesener (Finanzen und HR), die seit 19 Jahren bei DWFB arbeitet, ist nicht nur dankbar für die Flexibilität, die die Agentur ihr bietet: „Meine Kinder lieben es, mich im Büro zu besuchen. Sie bekommen dann ein Ausmalbild und mein Chef freut sich meist über die Ergebnisse. Dazu gibt es noch Kakao und Kekse von unserer lieben Heike und danach dürfen sie am Empfang auf dem lebensgroßen Kunststoff-Esel reiten. Wer kann das schon bei seiner Mama, wenn diese arbeitet? In den Ferien fragen sie mich immer, ob sie nicht mit ins Büro kommen dürfen und versprechen, dann auch ganz leise zu sein.“ Ein schönes Beispiel dafür, dass Job und Familie nicht getrennt betrachtet werden müssen. Bei DWFB gehört die Familie dazu und das aus voller Überzeugung. 

Apropos: Die German Brand School bietet ein Seminar an, in dem Sie die Grundlagen für erfolgreiches Employer Branding kennen und umsetzen lernen.

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Wir sind sicher, dass sich Agenturen, die eine chancengleiche Unternehmenskultur und familienfreundliche Arbeitsorganisation leben, im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter erfolgreich durchsetzen werden. Wir als inhabergeführte Agentur sind stolz darauf, unseren Mitarbeitern diese Flexibilität bieten zu können, denn mit Respekt, Teamgeist und viel Organisationstalent kann man gemeinsam mehr schaffen als man denkt. Und das Allerwichtigste – ein kleines bisschen Wahnsinn darf natürlich auch nicht fehlen. Und letztendlich ist doch eines wichtig – der Spaß bei der Arbeit und der Stolz, gemeinsam etwas bewegt zu haben.

Unser Fazit

Wir sind stolz auf unsere Mamis und eine Frauenquote von über 50%. Mit zwei Geschäftsführerinnen und vielen weiteren Mami-Talenten sind wir leider immer noch eher die Ausnahme als die Regel. Mein Appell an alle Personalentscheider: Schaut Euch jede Bewerbung einer Mutter ganz genau an, bevor Ihr sie zur Seite schiebt; es könnte Eure nächste Mitarbeiterin des Jahres gewesen sein.

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