Grafikdesign-Trends 2024 – die Zukunft der visuellen Kommunikation

David Rösler

Von David Rösler
Art Director

Grafikdesign als übergeordneter Begriff für unterschiedlichste Formen visueller Kommunikation ist eine sehr dynamische Disziplin, die ständig neuen Trends und Entwicklungen unterliegt. Manche dieser Trends halten nur für einen kurzen Zeitraum, andere prägen die Art und Weise der visuellen Kommunikation nachhaltig. 

Das Jahr 2024 verspricht eine aufregende Zeit für Designer:innen, da kreative Innovationen und neue Technologien ihre Arbeit in einer nie dagewesenen Geschwindigkeit voranbringen und verändern. Aber nicht nur technologische Entwicklungen wie die der künstlichen Intelligenz sind stilprägend für aktuelle und zukünftige Grafikdesigntrends, auch gesellschaftliche Bewegungen und Werte, sowie der immer einfacher werdende Umgang mit Software spielen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der visuellen Landschaft von morgen. In diesem Artikel haben wir Euch eine Auswahl der Grafikdesign-Trends 2024 zusammengefasst. 

Grafikdesign-Trend #1: 3D-Grafiken und Animationen   

Die Erstellung von 3D-Grafiken ist so einfach wie nie. Nicht nur steht Grafiker:innen hierfür eine immer leistungsfähigere Hardware zur Verfügung, auch beim Thema Software hat sich so einiges getan: Zeichneten sich 3D-Applikationen in der Vergangenheit besonders durch ein überkomplexes User Interface und hohe Einstiegsbarrieren aus, ermöglichen es heute neue, leicht zu bedienende Programme, auch noch aufstrebenden Designer:innen ihre Grafiken in die dritte Dimension zu überführen. Weiter gestützt wird dieser Trend von dem Wunsch, eindringliche Erlebnisse zu bieten, die das Publikum auf neue Weise fesseln. Marken können ihre Geschichten mit Tiefe und Realismus erzählen, indem sie 3D-Grafiken in verschiedene Medien integrieren. Einen guten Einstieg in die Welt des 3D-Designs bietet beispielsweise die in Teilen kostenlose App Spline. Diese browserbasierte 3D-Software zeichnet sich durch ein vergleichsweise simples User-Interface aus und unterstützt die Nutzer:innen mit zahlreichen Tutorials sowie vorbereiteten Assets und Beispiel-Szenen.

Beispiel für ein 3D-GrafikdesignIn die Tiefe gehen – mit 3D-Grafiken ist das kein Problem. / Quelle: behance.net

Grafikdesign-Trend #2: Augmented Reality oder kurz: AR  

Augmented Reality ist längst kein Nischenbereich mehr, sondern spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle im Grafikdesign. Auch hier ist der technologische Fortschritt ein maßgeblicher Wegbereiter, da immer mehr Anbieter von AR-Applikationen den Zugang immer einfacher und intuitiver gestalten. Zudem trägt die Entwicklung von immer leistungsfähigeren Smartphones dazu bei, dass Nutzer:innen das zur Wiedergabe benötigte Gerät bereits in der Tasche tragen und AR-Inhalte ohne ein zusätzliches technisches Setup einer breiten Masse zugänglich gemacht werden können. 

AR-Apps ermöglichen es Nutzer:innen, interaktive und immersivere Erlebnisse zu genießen, indem sie digitale Elemente nahtlos in die reale Welt integrieren. Sie können in fast allen Branchen und Bereichen eingesetzt werden und bieten dabei das Potenzial, Benutzerinteraktion und Storytelling auf ein neues Level zu heben. 

Ein Beispiel gefällig? Unternehmen können gedruckte Materialien, wie Broschüren, Plakate oder Anzeigen, mit AR-Inhalten anreichern. Wenn Kunden ihre Smartphones über diese Materialien halten, können sie zusätzliche interaktive Grafiken, Videos oder Animationen sehen, die das gedruckte Material lebendig werden lassen. Dies fördert die Interaktion und macht traditionelle Werbematerialien deutlich ansprechender. Oder wie wär’s, mit AR beim nächsten Messeauftritt zu glänzen? Die visuelle Technologie lässt sich gut einsetzen, um Besucher:innen interaktive und visuell ansprechende Erfahrungen zu bieten. AR kann genutzt werden, um 3D-Modelle von Produkten zu präsentieren, informative Grafiken oder Animationen darzustellen und Besucher aktiv in das Geschehen einzubeziehen. Dies schafft eine beeindruckende visuelle Präsenz und zieht die Aufmerksamkeit garantiert auf sich.   

Visuals_Blogbeitrag_Designtrends_AR_DesignMittendrin anstatt nur dabei: Augmented Reality als immersives Erlebnis im Museum.  / Quelle: behance.net

Grafikdesign-Trend #3: Minimalismus vs. Maximalismus  

Bei diesem Trend stehen sich zwei unterschiedliche Strömungen gegenüber, und es wird spannend zu beobachten, welcher der visuellen Stile auf kurze oder lange Sicht die Oberhand gewinnt. Im Kontrast zu 3D-Grafiken, AR/VR-Trends und einer immer komplexer werdenden Welt gewinnt der Minimalismus weiter an Bedeutung. Weniger ist oft mehr, und reduziertes Design fokussiert sich auf klare Botschaften und Benutzerfreundlichkeit. Einfache Layouts, klare Linien und minimalistische Farbpaletten sind in diesem Kontext besonders relevant. Tech-Giganten wie Apple machen es mit der Ausgestaltung ihrer Benutzeroberflächen vor. 

Demgegenüber steht der sogenannte Maximalismus – ein wachsender Trend im Grafikdesign, der durch seine auffälligen und visuell anregenden Designs gekennzeichnet ist. Im Gegensatz zum Minimalismus sucht der Maximalismus nach visueller Fülle und Komplexität. Maximalistische Designs setzen auf eine Vielzahl von Elementen, die sorgfältig miteinander verbunden sind, um ein klares Konzept oder Thema zu vermitteln. 

Maximalismus ist oft darauf ausgerichtet, Aufmerksamkeit zu erregen und ein spezifisches Publikum anzusprechen, das anspruchsvolle und komplex gestaltete Designs schätzt. Dieser Trend betont die kreative Freiheit und ermöglicht Designer:innen, mutige und eindrucksvolle visuelle Botschaften zu vermitteln. Je nachdem, wie Sie Ihr Unternehmen und Ihre Marke visuell kommunizieren und wofür Sie stehen wollen – Klarheit, Schlichtheit und Ruhe oder Vielfältigkeit, Opulenz und Experimentierfreude – kann hier eine Option passender sein als die andere.

Designtrends Beispiel für Maximalismus
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Eine Frage der Identifikation: Minimalistische vs. maximalistische Designkonzepte. / Quellen: behance.net, itsnicethat.com

Grafikdesign-Trend #4: Dynamische Typografie 

Die Welt der Typografie entwickelt sich ständig weiter, und auch 2024 wird keine Ausnahme sein. Kreative Schriftanwendungen sowie innovative und variable Schriftarten werden auch in den kommenden Monaten die Aufmerksamkeit der Designer:innen auf sich ziehen. Vor allem aber dynamische Typografie wird mehr und mehr Teil unseres visuellen Alltags. 

Kinetische Typografie, bei der statische Grenzen überschritten werden und Text mit Hilfe von Animationen zum Leben erweckt wird, kann das Nutzererlebnis auf vielen Ebenen verbessern. Nicht nur können Informationen eindringlicher übermittelt werden; dynamische Typografie kann außerdem Emotionen wecken und das Storytelling um ein Vielfaches verbessern. 

Designtrends_dynamische_Typografie Immer in Bewegung: dynamische Typografie. / Quelle: behance.net

Grafikdesign-Trend #5: Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein 

Inmitten eines wachsenden Umweltbewusstseins ist Nachhaltigkeit zu einem Schwerpunkt in verschiedenen Branchen geworden, so auch im Grafikdesign. Designer:innen werden zunehmend dazu aufgefordert sein, nicht nur die Optik ihrer Designs nachhaltig zu gestalten, beispielsweise durch die Verwendung von Nachhaltigkeitssymbolen oder erdigen Farbpaletten, sondern auch auf umweltfreundliche Verfahren und Materialien zurückzugreifen.

Die zukünftige Entwicklung des Grafikdesigns wird über die ästhetische Gestaltung hinausgehen. Es wird eine ethische Verpflichtung für Designer, auf umweltfreundliche Materialien und nachhaltige Herstellungsprozesse zurückzugreifen. Das bedeutet, dass Designer:innen nicht nur optisch ansprechende Designs erstellen, sondern auch aktiv zur Reduzierung der Umweltauswirkungen ihrer Arbeit beitragen. 

Designtrends Beispiel für SustanabilityMit der Zeit gehen: Sustainability bleibt ein relevantes Thema. / Quelle: behance.net

Fazit: 

Die Zukunft des Grafikdesigns in 2024 wird von Technologie, Gesellschaft und Umweltbewusstsein geprägt sein. Designer:innen werden nicht nur kreativer, sondern auch verantwortungsbewusster agieren und verstärkt den Versuch unternehmen, eine Brücke zwischen Innovation und Nachhaltigkeit zu schlagen. Künstliche Intelligenz wird Designer:innen auch zukünftig in Atem halten und mit großer Sicherheit für den ein oder anderen kurzweiligen visuellen Trend sorgen. 

Indem Unternehmen neuesten Trends im Grafikdesign Aufmerksamkeit schenken und sich dabei durch spezialisierte Agenturen unterstützen lassen, demonstrieren sie ihre Relevanz und Modernität, was besonders bei einer jüngeren Zielgruppe Anklang findet. Diese Strategie verbessert nicht nur die Kundenansprache, sondern hilft auch bei der Schaffung einer unverwechselbaren und attraktiven Markenidentität, die sich von der Konkurrenz abhebt. Viele der aktuellen Design-Trends konzentrieren sich auf Benutzererfahrung und digitale Medien, was die Online-Präsenz und Kundeninteraktion eines Unternehmens stetig verbessern kann. Letztlich fördert diese Strategie die Wahrnehmung eines Unternehmens, als innovativ und aufgeschlossen, was wesentlich zum langfristigen Geschäftserfolg beitragen kann. Denn der Schlüssel liegt darin, Design-Trends nicht nur als ästhetische Elemente zu betrachten, sondern als strategische Instrumente, um relevante, visuelle Geschichten zu erzählen und die eigene Markenbotschaft wirkungsvoll zu vermitteln. Wie das am besten gelingt, erfahren Sie hier:

 

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