31.5.2017

Worauf man beim Messe-Catering achten sollte

Von Mark Speckenbach
Livekommunikation

Worauf man beim Messe-Catering achten sollte

Das richtige Messe-Catering ist immer wieder ein spannendes Thema — und ein heißes Eisen, wenn es um Budgets geht. Standpartys entwickeln gerne mal eine Eigendynamik, zumal Freibier und kostenlose Snacks auf manche Zeitgenossen eine nahezu magische Anziehungskraft haben. Eingefleischte Messeprofis haben einen siebten Sinn dafür, erst einmal zu checken, wo es etwas abzuzapfen gibt. Man kann ihnen nicht einmal vorwerfen, dass sie Party-Crasher sind.

  • Die Tage auf Messen sind für viele Beteiligte lang
  • Pausen bisweilen kurz
  • Essen und Trinken bei den Monopolanbietern in den Messegeländen oft unverhältnismäßig teuer

Diese künstliche Verknappung ist Ihre Chance! Kulinarische Aufmunterungen werden gerne entgegengenommen. Wenn Sie innerhalb Ihrer Messeplanung ein Budget für Catering-Kosten haben, sind sie potentiell auf der Gewinnerseite!

Machen Sie sich diese Tatsache zunutze und profilieren Sie sich, indem Sie einen gesunden Kontrapunkt setzen. In seiner Not giert der Mensch nach allem, was sich ihm bietet: Kohlenhydrate und Koffein sollen den Tag retten und die Folgen von Licht- und Sauerstoffmangel sowie geschwollenen Füßen abmildern.

Smoothie statt Mini-Pizza, Matcha-Tee statt Latte Macchiato, Proteinpraline statt Schokoriegel — das sind Impulse für Catering-Ideen, mit denen Sie sich abheben können!

Der durchschnittliche Messebesucher hat zwei Hände...

...und nicht immer einen Bistro-Tisch in Reichweite. Die Königsdisziplin der Messe-Gastronomie. Ein Weinglas und ein Canapé in Kombination mit einer Hand, die sich einem entgegenstreckt —  das ist eine logistische Herausforderung! Richtig Spaß macht die Situation aber mit einer Wasserflasche, einem Glas und einem bitte üppig belegten Canapé. Don´t try this at home! Und bitte versuchen Sie nicht, die Weintraube, die Sie mit Ihrer Nasenspitze auf das schöne saubere Hemd gelupft haben, auch noch vom Boden aufzuheben. Ein argloser Zeitgenosse könnte Ihnen den ultimativen Stups in den Allerwertesten geben und sich dann noch wortreich entschuldigen. Die Spitzengastronomen, die dieses Messe-Szenario ersonnen haben, haben dies in ihrer Choreographie nicht vorgesehen. Sie sind von dem langjährigen Erfahrungswert ausgegangen, dass 8 Bistrotische für 150 Personen ausreichen müssen — weil ja nicht alle gleichzeitig essen. Stimmt. Grundsätzlich. Aber „blöd“ rumstehen tun sie dann trotzdem. Und quatschen sich fest an den Tischen.

Alter Wein in neue Schläuche

Der Ausschank von Wein auf Messen führt Sie als Besteller beim Messe-Catering zu einem unauflösbaren Zielkonflikt: Ist der Wein zu schlecht, schimpft Ihr Chef. Ist der Wein zu gut, schimpft Ihr Controller. Entscheiden Sie sich für die berühmte mittlere Qualität, können Sie gleich die Kündigung einreichen. Der einzige Ausweg besteht darin, einen Wein zu wählen, der außer Konkurrenz ist: Zum Beispiel den Bio-Wein, der an den Hängen neben Ihrer italienischen Zweigniederlassung wächst, die das Umweltprojekt der örtlichen Winzerinitiative schon immer unterstützt. Egal wie die Qualität des Weines ist, niemand wird es Ihnen vorwerfen!

In der Einflugschneise des Flying Buffet

Für alle Interaktions-Apostel ist das Flying Buffet im Bereich der Service Gastronomie die Errungenschaft der letzten Jahre. Jeder kann jederzeit mit jedem sprechen, es gibt keine oder nur noch wenige Bistrotische, die im Weg stehen. Das spart Platz und die Reinigung der Hussen - so heißen diese besonderen Tischtücher, falls Sie noch nie die Rechnung gesehen haben.

Das Essen fliegt vorbei, „en passant“. Und tatsächlich, es soll Menschen geben, an denen es immer vorbeifliegt. Der berühmte Satz „Ist hier schon jemand vorbeigekommen?“ wird irgendwann fallen. Warum? Weil die Profis die Quelle des Buffets erkannt haben und die Distributionswege gekonnt blockieren. Leidtragende sind die Menschen in der Mitte des Raums. Denn wenn der Catering-Service einmal den Durchbruch schafft, eilt er in einer Art Kompensationsbewegung gleich ans andere Ende des Raums, damit die Menschen dort auch etwas abbekommen. Wenn Sie als Messeverantwortlicher kein Auge darauf haben, reguliert sich das meistens von selbst. Denn irgendwann kapituliert auch der beste Catering-Service vor der Dreistigkeit mancher Zeitgenossen.

Der Salon für die Reichen und Mächtigen

Jedem leuchtet es ein, dass es den Sinn einer Messe, neue Kontakte zu generieren, enorm konterkariert, wenn man die Besucher eines Messestandes in zwei Klassen einteilt: Diejenigen, die langjährige bekannte Bestandskunden sind, daher in den VIP-Bereich des Messestandes dürfen und dort Speis und Trank vom Feinsten genießen dürfen — und den Rest, das gemeine Fußvolk, auf das man nicht sooo viel Wert legt. In der Messe-Praxis ist das oft so. Sie sind natürlich nicht gemeint, Sie sind ja ein wichtiger Zielkunde — also ein potentieller, aufstrebender, noch nicht arrivierter, ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen. Es langweilt Sie doch bestimmt, in einem VIP-Bereich mit den ganzen Wichtigtuern zu dinieren, oder? — Was, Sie können auf mich verzichten? Oh. Na gut, das ist aber schade.

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Themen: Messe